Der Treppenbau folgt strengen Regeln aus jahrelanger Zimmererfahrung. Hier ein kurzer Überblick:
Schrittmaßregel nach BlondelDie Regel lautet: 2 × Steigungshöhe + Wangenauftritt = ungefähr 630 mm, praktisch etwa 600–650 mm.
SteigungshöheEmpfohlen sind 170–180 mm. Über 200 mm wird die Treppe sehr steil und unsicher.
AuftrittstiefeDie waagerechte Trittfläche. Der praktische Idealbereich liegt bei 270–300 mm für einen sicheren Stand.
Zwei Planungsmodi für StufenDer automatische Modus bestimmt die Tiefe anhand von Höhe, Ergonomie und verfügbarem Platz. Der Modus mit fester Tiefe behält das Maß des vorhandenen oder gewünschten Stufenbretts bei.
Stufenbrett und WangenauftrittDie gesamte physische Bretttiefe enthält auch den Stufenüberstand. Der tatsächliche waagerechte Auftritt in der Wange entspricht daher der Bretttiefe abzüglich des Überstands.
Verfügbare LauflängeIm Modus mit fester Tiefe prüft der Rechner, ob alle Stufen in den verfügbaren Raum passen. Falls nicht, bleibt die Bretttiefe unverändert und die tatsächlich benötigte Treppenlänge wird angezeigt.
Wangen-HalsDie schmalste Stelle nach dem Ausschneiden. Zimmerleute empfehlen min. 115–120 mm Massivholz.
Kürzen der 1. StufeDer untere Wangenschnitt muss um die Stufenstärke gekürzt werden, damit alle Stufen gleich hoch sind.
StufenüberstandVergrößert die Trittfläche (meist 20–30 mm). Hilft besonders beim Abwärtsgehen.
Aufgesattelt vs. GestemmtDie Maße sind universell für das Ausschneiden von Zähnen oder das Fräsen von Wangentaschen.
DurchgangshöheVermeiden Sie Kopfstöße! Der Abstand zwischen Stufe und Decke sollte min. 2100 mm betragen.
Obere BefestigungWangen können unter der Geschossdecke enden oder bündig damit abschließen.
⚠️ Disclaimer: Dieser Rechner ist ein geometrisches Hilfsmittel. Er ersetzt keine statische Berechnung!
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